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Solukon launcht SPR-Pathfinder® PRO: Volle Simulation für die komplexesten LPBF-Teile

SPR-Pathfinder® PRO wurde als direkte Antwort auf die wachsende Komplexität industrieller AM-Bauteile entwickelt.

22. Juni 2026

Die Solukon Maschinenbau GmbH stellt SPR-Pathfinder® PRO vor, eine neue Version ihrer intelligenten Software zum Entpulvern von strahlgeschmolzenen (LPBF) Metallteilen. SPR-Pathfinder® PRO wurde als direkte Antwort auf die wachsende Komplexität industrieller AM-Bauteile entwickelt und bietet eine deutlich höhere Simulationsauflösung, eine präzise Prozesszeitprognose sowie eine verbesserte Validierung der Entpulverung bereits in der Konstruktionsphase.

Ergänzend ist SPR-Pathfinder® ab sofort in einer günstigeren Variante für Bauteile bis mittlerer Komplexität erhältlich: SPR-Pathfinder® BASIC.

QUICK FACTS

SPR-Pathfinder® PRO ist Solukons neue Softwarelösung für automatisiertes Depowdering von LPBF-Metallbauteilen. Die Software setzt neue Maßstäbe in der Simulation der Pulverentfernung.

WARUM SPR-PATHFINDER® PRO ENTWICKELT WURDE

Da LPBF-Geometrien zunehmend komplexer werden, entwickelt sich die Entpulverbarkeit zu einem limitierenden Faktor für die industrielle Verbreitung. Bauteile schaffen erst dann Mehrwert, wenn das Pulver zuverlässig und reproduzierbar entfernt werden kann. SPR-Pathfinder® PRO wurde entwickelt, um diese Hürde zu überwinden. Als direkte Antwort auf die Marktanforderungen hat das Solukon-Team unter der Leitung von Product Owner Hemank Raj jetzt an einem umfangreichen Software-Upgrade gearbeitet. Das sind die Gründe:

1. Einige LPBF-Bauteile sind so komplex wie nie haben damit die Komplexitätsgrenze der Standard-Version von SPR-Pathfinder® erreicht

Geometrien wie hochkomplexe Wärmetauscher und Luftfahrtkomponenten mit Mehrkanal-Strukturen erfordern eine sehr hohe Auflösung bei der Simulation, um eine verlässliche Entpulverung zu erreichen. Deshalb wurde das bisherige Limit der maximalen Voxelzahl von 2,4 Millionen, welche für die für die Simulation des Entpulverungspfad essentiell ist, entfernt und die Voxelzahl ist jetzt unbegrenzt.

2. AM-Markt-Erwartung nach maximaler Prozesstransparenz

In der Additiven Fertigung von Metallteilen ist der Bedarf an Datentransparenz besonders hoch, da die Bauteile komplex sind, strenge Qualitätsanforderungen gelten und jeder Baujob eine Kette voneinander abhängiger Schritte darstellt. Wenn nicht klar nachvollzogen werden kann, was wann passiert ist (Parameter, Maschinenzustand, Nachbearbeitungsschritte) wird es schwierig, Abweichungen zu erklären, Reproduzierbarkeit nachzuweisen oder Kunden- und Zertifizierungsanforderungen zu erfüllen. Genau hier kommt das Digital-Factory-Tool von Solukon ins Spiel: Es erfasst alle relevanten Prozessdaten der Entpulverung und ermöglicht maximale Transparenz mit der Option, diese Informationen über OPC UA in ein übergeordnetes digitales Dashboard zu integrieren. Mit den erweiterten Funktionen von SPR-Pathfinder® PRO geht Solukon nun den nächsten Schritt.

3. Eines der Solukon Hauptziele: Vertiefung des „Design for Depowdering“-Ansatzes

Viele Hersteller haben den Mehrwert von Design for Additive Manufacturing (DfAM) erkannt und die Geometrie eines Bauteils so optimiert, dass es tatsächlich gedruckt werden kann. Weniger bekannt ist, diesen Ansatz auf das anzuwenden, was nach dem Druck passiert. Design for Depowdering bedeutet, bereits in der frühesten Konstruktionsphase zu berücksichtigen, ob das Pulver zuverlässig aus den internen Strukturen eines Bauteils auslaufen kann, und die Geometrie entsprechend anzupassen, bevor auch nur eine einzige Schicht gedruckt wird. Der praktische Nutzen liegt auf der Hand: weniger Iterationen und unerwartete Probleme nach dem Druck, besser planbare Durchlaufzeiten und ein klarer Weg zu einem reproduzierbaren, dokumentierbaren Nachbearbeitungsprozess, insbesondere bei komplexen Innenkanälen, bei denen die Anforderungen an die Entpulverung mit der Bauteilkomplexität steigen. Kurz gesagt: Design for Additive Manufacturing stellt sicher, dass ein Bauteil gedruckt werden kann, während Design for Depowdering sicherstellt, dass es industrialisiert werden kann.

Indem Solukon die Entpulverbarkeit zu einem berechenbaren Konstruktionsparameter macht, ermöglicht es Herstellern, komplexe Designs noch vor dem Produktionsstart zu validieren. Andreas Hartmann, CEO und CTO, fasst zusammen, warum Solukon sich für ein umfassendes Upgrade von SPR-Pathfinder® entschieden hat: „Bei Solukon waren wir schon immer überzeugt, dass eine zuverlässige und intelligente automatisierte Entpulverung möglich ist, wenn Maschine, Prozess und Software aufeinander abgestimmt sind. Die Bauteile, die unsere Kunden heute drucken, sind komplexer denn je und wir sind mit diesem Anspruch gewachsen. SPR-Pathfinder® PRO spiegelt jahrelange Marktbeobachtung und die kontinuierliche Weiterentwicklung unserer Software im Einklang mit den anspruchsvollsten AM-Anwendungen wider: Bauteile mit Kanälen im Submillimeterbereich, dicht gepackten inneren Strukturen, die bisher nicht zugänglich waren.“

DIE NEUEN FEATURES VON SPR-PATHFINDER® PRO

Die PRO-Version bringt drei zentrale Neuerungen im Vergleich zur bisherigen Software:

HÖHERE AUFLÖSUNG DER SIMULATION

SPR-Pathfinder® PRO unterstützt bis zu 1.000.000 Partikel,  eine 20-fache Steigerung gegenüber der Standardversion kombiniert mit einer unbegrenzten Voxelanzahl. Damit lassen sich selbst die komplexesten inneren Strukturen präzise berechnen, einschließlich Kanälen im Submillimeterbereich und dicht gepackten inneren Strukturen, die bisher nicht simulierbar waren. In der Simulation von SPR-Pathfinder® PRO bewegt sich das Bauteil genauso, wie es später beim entsprechenden Reinigungsschritt in der Solukon-Anlage bewegt wird. Das macht den Prozess deutlich leichter nachvollziehbar.

In der Simulation von SPR-Pathfinder® PRO sind die Bewegungen identisch wie später in der Solukon-Anlage.

TRANSPARENTE SCHNITTANSICHT IN ALLEN EBENEN

Die Software ermöglicht nun Schnittansichten des Bauteils in allen Ebenen (X, Y und Z) und gibt Anwendern damit vollständige Einsicht in das Bauteilinnere – an jeder Stelle und aus jeder Richtung. Darüber hinaus lässt sich die Transparenz des Bauteils sehr fein abstufend einstellen. So lassen sich Pulvereinschlüsse und Engstellen zuverlässig identifizieren, bevor eine einzige Schicht gedruckt ist.

Mit SPR-Pathfinder® PRO sind transparente Schnitte in allen Ebenen möglich, um Pulverengpässe zu erkennen.


GENAUE ZEITANGABE

Für viele industrielle Anwender war die Entpulverung lange eine unbekannte Variable in der Produktionsplanung. SPR-Pathfinder® PRO ermöglicht es Nutzern nun, exakt zu bestimmen, wie lange die Berechnung und der Entpulverungsprozess in ihrer Solukon-Anlage dauern werden. Damit lässt sich genau planen, wie und wann sich die Pulverentfernung in den Produktionsablauf einfügt. Mit diesem neuen Feature der Zeitangabe wird ein Engpass beseitigt, der mit steigenden Produktionsvolumen zunehmend kostspielig wurde.

Je früher im Design- und Produktionsprozess Pulverreste entdeckt werden, desto niedriger sind die Kosten. SPR-Pathtinder® PRO macht Pulverengpässe bereis im Designprozess sichtbar.

„SPR-Pathfinder® PRO ist das Ergebnis unserer engen Zusammenarbeit mit Anwendern, die täglich das Beste aus der LPBF-Technologie herausholen“, sagt Hemank Raj, Product Owner von SPR-Pathfinder®, und ergänzt: „Die Standardversion eliminiert mit der Erstellung von Entpulverungsprogrammen bereits einen Try-and-Error-Ansatz. Mit PRO gehen wir weiter: Nutzer können nun in die komplexesten Geometrien hineinsehen, die Reinigungsdauer zuverlässig vorhersagen und die Entpulverbarkeit validieren, bevor die erste Schicht gedruckt wird. Das verändert, wie Ingenieure die Nachbearbeitung von Beginn an in ihre Planung einbeziehen.“

SPR-PATHFINDER® BASIC VS. PRO AUF EINEN BLICK

Mit der Einführung von SPR-Pathfinder® PRO bietet Solukon die Software nun in zwei Versionen an, die jeweils auf spezifische Anwendungen und Produktionsanforderungen zugeschnitten sind. Die SPR-Pathfinder®-Software nutzt generell die CAD-Datei des gesamten Baujobs, um die optimale Bewegungssequenz für eine möglichst schnelle Pulverentfernung zu berechnen. Die Berechnungen basieren auf dem digitalen Zwilling des Bauteils.

Beide Versionen laufen auf regulären Windows-Computern oder -Servern und sind mit den folgenden Solukon-Anlagen kompatibel:

  • SFM-AT350
  • SFM-AT350-E
  • SFM-AT800-S
  • SFM-AT1000-S
  • SFM-AT1500-S

SPR-Pathfinder® BASIC ermöglicht die Berechnung von Reinigungsprogrammen für mittel-komplexe Bauteile. Es automatisiert die Erstellung eines Reinigungsprogramms und macht manuelle Programmierung überflüssig. Für Anwender, deren Bauteile keine erweiterte Simulation erfordern und die eine kosteneffiziente Einstiegslösung für die Entpulverungssoftware suchen, ist BASIC das richtige Werkzeug.

SPR-Pathfinder® PRO ist für hochkomplexe Bauteile sowie für Produktionen konzipiert, bei denen höchste Ansprüche an Prozesstransparenz und Planungsgenauigkeit erfüllt werden müssen. PRO bietet volle Simulationstiefe, Schnittansichten zur Bauteilinspektion und eine präzise Angabe der Entpulverungsdauer.

Die folgende Tabelle zeigt die Unterschiede zwischen den Software-Versionen BASIC und PRO:

Wie bisher können interessierte Kunden mit Solukon-Anlage die Software im Rahmen einer 30-Tage-Testlizenz kostenfrei und unverbindlich testen.

Hier gehts zum neuen Produktvideo von SPR-Pathfinder® PRO:

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MASCHINE UND SOFTWARE: DAS PERFEKTE ZUSAMMENSPIEL

SPR-Pathfinder® PRO macht den digitalen Zwilling über den gesamten Nachbearbeitungsprozess nutzbar, von der Konstruktionsvalidierung bis zur Produktionsplanung, und liefert die Prozesstransparenz, die industrielle AM-Anwendungen zunehmend benötigen, um sicher zu skalieren. Ein Entpulverungssystem ist nur so intelligent wie die Software, die es steuert. Das war schon immer Solukons Ansatz und SPR-Pathfinder® PRO ist der Beweis dafür.

case
study

Intelligentes Entpulvern mit Software – Wie Enerbine profitiert

Der Effekt von SPR-Pathfinder® beim Entpulvern von Wärmetauschern.

3. Dezember 2025

EINLEITUNG

Dieser Use Case beleuchtet das automatisierte Entpulvern eines Wärmetauschers der US-amerikanischen Firma Enerbine.

Das Unternehmen Enerbine stellt modulare, brennstoffunabhängige Wechselrichter für die dezentrale Stromerzeugung her, die sowohl mit flüssigen als auch mit gasförmigen Brennstoffen kompatibel sind. Die Technologie des Unternehmens kombiniert modernsten 3D-Metalldruck mit Keramik und fortschrittlichen Werkstoffen, um hohe Präzision, Effizienz und Langlebigkeit zu gewährleisten. Als Early Adopter setzt Enerbine in seinem Werk bereits früh seit der Installation des Entpulverungssystems SFM-AT350 die Software SPR-Pathfinder® von Solukon ein.

Die SFM-AT350: Entpulverungssystem für mittelgroße Bauteile

DATEN & FAKTEN ZU
APPLIKATION UND ENTPULVERUNGSPROZESS

Bauteilvolumen (B x T x H)200 x 200 x 350 mm
DruckerEOS M 400-4
MaterialIn718
ApplikationWärmetauscher für die Stromerzeugung
Oberfläche / Struktur– Zylinder mit dünnen Wänden und Kraftstoffeinspritzdüsen

– Gebogene Kanäle im Inneren mit einer Gesamtlänge von 200 mm

– 4 baugleiche Bauteile auf einer Bauplatte
Kleinster Durchmesser im Bauteil, der mit Pulver gefüllt ist0,2 mm
EntpulverungssystemSolukon SFM-AT350 mit Hochfrequenzklopfer
Dauer des Entpulverungsvorgangs360 min
ModusIntelligenter Modus mit SPR-Pathfinder®
Anzahl der Reinigungsschritte1200
Rückgewonnene Pulvermenge10-20 kg
Anzahl der Bauteile, die entpulvert werden12 pro Woche

DER ENTPULVERUNGSPROZESS

Der Entpulverungsprozess wurde auf der SFM-AT350 mit Hochfrequenzklopfer durchgeführt.

Während des Entpulverns im Intel-Modus mit dem SPR-Pathfinder® wurde ein starker Pulverfluss erzielt. Durch gezieltes Klopfen konnten Pulververklumpungen in kleinen Teilhohlräumen mit einer Größe von bis zu 0,2 mm gelöst werden. Insgesamt dauerte der Entpulverungsprozess für die Wärmetauscher in der SFM-AT350 6 Stunden. Pro Entpulverungszyklus konnten 10 bis 20 kg Pulver gesammelt werden. Das Team Enerbine verwendet das Pulver nach dem Sieben für weitere Druckprozesse.

Nach dem Entpulverungsprozess schnitt das Team Enerbine die Teile mit einer Drahterodiertmaschine auf, um die Suaberkeit der Bauteile zu prüfen. Erfreulicherweise blieben in der Geometrie keine Pulverrückstände zurück.

„Bevor wir Solukon verwendet haben, blieb Pulver in den dünnen Wänden zurück. Jetzt, mit Solukon, bleibt nur noch etwas Staub außen an den Wänden zurück“, sagt Erling LaSalle, Additive Manufacturing Engineer bei Enerbine.

Auf den Entpulverungsprozess folgen Spülen mit IPA, Wärmebehandlung und die maschinelle Bearbeitung.

SICHERER PROZESS, GERINGER WARTUNGSAUFWAND

Die Installation des Entpulverungssystems von Solukon hat den Gesundheits- und Arbeitsschutz am Arbeitsplatz erheblich verbessert, da das Pulver nun in einer geschlossenen Atmosphäre verarbeitet wird. Der minimale Wartungsaufwand der Anlage macht sie zu einer wertvollen Ergänzung der additiven Fertigungsumgebung von Enerbine und steigert deren Effizienz.

WELCHE VORTEILE SPR-PATHFINDER® GEGENÜBER KLASSISCHEN ENTPULVERUNGEN BIETET

Für Enerbine hat die Anwendung von SPR-Pathfinder® zur intelligenten Entpulverung deutliche Vorteile gebracht. Mit der Software wird im Voraus das ideale Bewegungsmuster für die jeweilige Bauteilgeometrie berechnet. Erling erklärt:

“Bevor wir die Software hatten, haben wir das Programm manuell gewählt. Die Solukon-Anlage lief 8-12 Stunden, aber es war immer noch Pulver im Inneren der Bauteile. Mit dem Pathfinder-Programm dauert die Reinigung nur 6 Stunde, wobei das gesamt Pulver entfernt wird.“

SPR-Pathfinder® ist vor allem deshalb sehr nützlich, weil sich das Bauteildesign gerade noch in der Entwicklung befindet und sich deshalb von Druck zu Druck immer leicht ändert. Die Software kann diese Änderungen schnell berücksichtigen.

DER WACHSTUMSKURS VON ENERBINE BEIM INDUSTRIELLEN ENTPULVERN

Momentan entpulvert die SFM-AT350 bis zu vier Bauteile auf einer Bauplatte gleichzeitig. Damit wird bald das maximal zulässige Gewicht bei der SFM-AT350 überschritten, weshalb Erling und sein Team zusätzlich das nächstgrößere Entpulverungssystem beschaffen wollen: die SFM-AT800-S. „Wir brauchen definitiv eine SFM-AT800-S, um unsere Produktionsumgebung zu vervollständigen“, sagt Erling LaSalle.

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Serienreinigung von komplexen Bauteilen: MT Aerospace vertraut auf Solukon

MT Aerospace investiert mit einer Solukon SFM-AT800-S in die intelligente und automatisierte Nachbearbeitung 3D-gedruckter Bauteile.

29. Mai 2024

Das führende internationale Luft- und Raumfahrtunternehmen MT Aerospace investiert mit einer Solukon SFM-AT800-S in die intelligente und automatisierte Nachbearbeitung 3D-gedruckter Bauteile.


Seit 2017 hat MT Aerospace, ein OHB-Unternehmen, an seinem Hauptsitz in Augsburg bereits einen Geschäftsbereich Additive Fertigung und stellt hochkomplexe Bauteile für die Luft- und Raumfahrt und weitere führende Branchen her. Dabei berät MT Aerospace seine Kunden entlang der gesamten Wertschöpfungskette: von der Entwicklung über die Fertigung bis zur Endbearbeitung, Montage und Qualifizierung.

Höchste Präzision in Produktion und Postprocessing

Steigende Anforderungen an die Produktion haben u.a. zur Entscheidung pro Solukon als Partner für das automatisierte Entpulvern geführt: „Wir haben es bei der Produktion von Serienteilen für die Luft- und Raumfahrt z.T. mit Toleranzen von wenigen µ zu tun. Logischerweise ist auch bei der Nachbearbeitung dieser hochkomplexen Bauteile höchste Präzision gefragt“, sagt Markus Axtner, Senior Vice President und Head Program Additive Manufacturing bei MT Aerospace.

Mit der Solukon SFM-AT800-S hat MT Aerospace das Flaggschiff unter den Entpulverungslösungen erworben. Mit ihr lassen sich komplexeste Bauteile mit maximalen Abmessungen von 600 x 600 x 600 mm (alternativ: 800 x 400 x 550 mm) mit einem Maximalgewicht von 300 kg voll automatisch und effizient von Pulver befreien. Das Postprocessing System basiert auf der einzigartigen Solukon Smart Powder Recuperation Technologie SPR®. Das optionale Digital-Factory-Tool, ein Sensor und Schnittstellenkit macht zudem den gesamten Entpulverungsvorgang transparent, indem es alle relevanten Entpulverungsdaten trackt und in einem Protokoll zusammenfasst.

Die SFM-AT800-S ist außerdem mit der einzigartigen SPR-Pathfinder® Software kompatibel. Mit ihr lassen sich für jedes Bauteil individuelle Bewegungsmuster automatisch anhand der CAD-Datei des Bauteils berechnen. Warum dies ein entscheidender Faktor beim Entpulvern von Serienaufträgen ist, erklärt Markus Axtner in folgendem Video.

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SPR-Pathfinder® Fragen & Antworten

Erfahren Sie, wie die Software das automatische Entpulvern noch einfacher macht.

16. März 2023

Kürzlich hat Solukon die weltweit erste Entpulverungssoftware, den SPR-Pathfinder®, auf den Markt gebracht. Im Q&A des TCT Magazin erfahren Sie, wie Sie mit der Software die Effizienz im Postprocessing steigern.

Wie kam Solukon auf die Idee zum SPR-Pathfinder®?

Schon immer war es der Antrieb von Solukon, die Pulverentfernung zu automatisieren und zu vereinfachen. Im Jahr 2018 tauschte sich Solukon-CEO Andreas Hartmann bereits mit Dr. Christoph Kiener, Principal Key Expert on Functional Design for Manufacturing bei Siemens Technology, über das Potenzial eines algorithmenbasierten Entpulverungsmodus aus. Wir waren uns sicher, dass Metallteile zu komplex werden könnten, um die Programmierung der Drehbewegungen ausschließlich dem Menschen zu überlassen. Die von Siemens Technology in einem gemeinsamen Projekt mit Solukon entwickelte Software wurde 2018 unter dem Namen SiDAM erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Nach einer erfolgreichen Testphase erwies sich SiDAM als der erhoffte Game-Changer für das automatisierte Entpulvern. Deshalb hat Solukon die exklusiven Rechte an der Software erworben, sie zu einem Solukon-Produkt weiterentwickelt und unter dem neuen Namen SPR-Pathfinder® auf den AM-Markt gebracht.

Was kann die Software?

Die SPR-Pathfinder® Software benutzt die CAD-Datei des Baujobs, um die ideale Bewegung im Solukon-System zu berechnen. Diese Berechnungen basieren auf einer Fluidsimulation, die den digitalen Zwilling des Teils analysiert. Der individuell berechnete Bewegungsablauf wird dann vom Solukon-System eingelesen, das wiederum die programmierten Bahnen abfährt.

Der SPR-Pathfinder® ist aktuell mit den Modellen SFM-AT800-S und SFM-AT1000-S kompatibel.

Welche Vorteile bietet der SPR-Pathfinder® in der Praxis?

  • Der SPR-Pathfinder® ist eine „Fire-and-Forget“-Software. Sie laden also die CAD-Datei im Binärformat in die Software und sie erledigt den Rest. Es ist also kein menschliches Programmieren oder Manuelles Teaching von Bewegungsabläufen mehr erforderlich.
  • Erhebliche Zeitersparnis – Es wird keine Zeit mehr für die Programmierung benötigt, wodurch Anwendern mehr Zeit für wertvollere Arbeitsschritte im AM-Prozess zur Verfügung steht.
  • Mit der Software erzielen Sie einen optimierten Reinheitsgrad für Ihre Bauteile, insbesondere für komplizierte innenliegende Kanäle.
  • Der SPR-Pathfinder® macht Serienreinigung und damit echte Serienproduktion möglich. Denn das gleiche Reinigungsprogramm kann für baugleiche Bauteile selbstverständlich beliebig oft abgefahren werden.
  • Mit der Software können Sie den Bewegungsablauf für den gesamten Baujob zu berechnen, d.h. gleichzeitig auch für verschiedene Teile auf einer Bauplatte. Dies bedeutet einen zusätzlichen Effizienzschub für AM-Produktionen mit einer größeren Bauteilvarianz.
  • Sobald die CAD-Datei des Bauteils fertig ist, kann der SPR-Pathfinder® die Bewegungsmuster für das Entpulvern berechnen. So kann die Entpulverung schon während des Druckvorgangs geplant und eingerichtet werden. Da die Solukon-Anlagen mit der Software verlässlich alle Geometrien sauber bekommen, können Konstrukteure ihre Bauteile frei gestalten und müssen keine Hindernisse bei der späteren Bauteilreinigung mehr berücksichtigen.

Warum ist es wichtig, auch im Postprocessing mit dem digitalen Zwilling zu arbeiten?

Die Erstellung und Arbeit mit einem digitalen Zwilling in der Nachbearbeitung macht die Prozessschritte nach dem Druck vorhersehbar und skalierbar, auch wenn sich die Teile noch im Druck befinden. Vor der Einführung des SPR-Pathfinder ® war der digitale Zwilling nur im Druckprozess, nicht aber in den nachfolgenden Prozessschritten verwendbar. Für einen vollständig digitalen Fertigungsprozess muss auch die Nachbearbeitung bis zu einem gewissen Grad digital sein. Der digitale Zwilling ist ein Werkzeug dafür, neben Sensoren und digitalen Schnittstellen.

Und wie lässt sich die Software in den übrigen Workflow der additiven Fertigungslinie integrieren?

Die Software selbst läuft nicht auf den Solukon-Anlagen, sondern flexlibel auf einem PC oder Laptop mit gängigem Windows Betriebssystem. Per OPC UA kann das vom SPR-Pathfinder® berechnete Reinigungsprogramm dann an die Solukon-Anlage übergeben und dort gestartet werden. Wie auch die Solukon-Anlagen selbst ist der SPR-Pathfinder® damit mit allen 3D-Druckern (LPBF) auf dem Markt kompatibel.

Mehr zur Software finden Sie hier

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SPR® Depowdering als Gamechanger für freies Bauteil-Design – Solukon entpulvert auch das hochkomplexe Aerospike-Bauteil

Warum das SPR® Depowdering so entscheidend für das Bauteil-Design ist.

3. August 2022


Auf die Frage, welche Applikation die AM-Community in den letzten Wochen besonders bewegt hat, würde ein Begriff sicher schnell fallen: das Aerospike Bauteil. Dabei handelt es sich um ein von Hyperganic entwickeltes und von EOS und AMCM hergestelltes Raketentriebwerk. Ein Raketentriebwerk in Aerospike-Form kann sich, anders als klassische, glockenförmige Raketendüsen, an den atmosphärischen Luftdruck in unterschiedlichen Flughöhen anpassen. Aufgrund seiner Form stellt es aber eine enorme Herausforderung im Bauteildesign und der -fertigung dar. Hyperganic machte mit Algorithmus-basiertem Design den Druck dieses Bauteils auf einer EOS-Anlage (Material: Inconel 718) bzw. in einer größeren Variante aus Kupfer auf einem M 4K-System von AMCM möglich. Anschließend erfolgte die Entpulverung des Kupfer-Bauteils bei AMCM in einer Solukon Anlage (SFM-AT1000-S). Doch warum ist die Pulverentfernung mehr als nur der nächste logische Schritt nach dem Druck?

Warum die SPR®-Entpulverungstechnologie so entscheidend ist

Automatisches Entpulvern mit Solukon liefert im Vergleich zu manuellen Verfahren viele Vorteile: Höherer Gesundheits- und Arbeitsschutz, eine Zeitersparnis um bis zu 90% sowie eine kontaminationsfreie Rückgewinnung von Pulver zählen dazu. Was in Bezug auf das Aerospike-Bauteil aber besonders auffällt, ist folgendes Alleinstellungsmerkmal: Automatisches Entpulvern ist verlässlich und reproduzierbar. Das bedeutet: Auch komplizierteste Geometrien werden sauber. Bauteildesigner können also frei designen, weil die Solukon-Anlage jede Geometrie freibekommt. Möglich macht das die Endlosrotation beider Achsen, mit der die Solukon SFM-AT800-S und die SFM-AT1000-S ausgestattet sind. So müssen sich AM-Anwender also keine Gedanken mehr darüber machen, ob interne Kavitäten ggf. zu klein angelegt sind und das darin zurückgebliebene Pulver Probleme in Folgeprozessen verursacht. Sie können Kanäle so anlegen, wie es in Bezug auf Wärmeleitfähigkeit und Performance am sinnvollsten ist.

Entpulverung der Aerospike-Düse aus Kupfer (gedruckt auf einer AMCM M4K) in einer Solukon SFM-AT1000-S (Quelle: AMCM).

Serienreinigung und umfassende Prozess-Überwachung

Komplexe Bauteile wie das Aerospike-Triebwerk sind keine einmalige Entpulverungsaufgabe, weil immer mehr Applikationen mit komplizierten innenliegenden Kanälen in die Serienproduktion gehen. Was in Serie gedruckt wird, muss auch in Serie gereinigt werden. Hier liefern die Solukon-Anlagen die perfekten Voraussetzungen: Bewegungsmuster lassen sich als Profil abspeichern und wiederholt abfahren. Für besonders herausfordernde Geometrien berechnet eine Software den idealen Bewegungsablauf, der dann als Programm zur Verfügung steht und so für gleiche Bauteile immer das gleiche, verlässliche Reinigungsergebnis liefert. Zudem bietet Solukon volle Transparenz über den Reinigungsprozess: Mit dem Digital Factory Tool liegt am Ende ein umfassendes Qualitätsprotokoll vor.


Automatisches Entpulvern mit der Solukon SPR®-Technologie ist also ein Garant für freies Bauteildesign, zuverlässige Reinigungsergebnisse und eine lückenlose Prozesstransparenz. Deshalb setzen auch führende OEMs, wie EOS und AMCM, auf Solukon als ihren Partner für industrielle Entpulverung.   

Mehr zu den automatischen Depowdering-Anlagen von Solukon finden Sie hier.

NEU: SPR-Pathfinder® PRO

- Höhere Simulationsauflösung
- Genaue Zeitangabe fürs Entpulvern

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